Angelica Di Giustili, Doktorandin der Italianistik, hat für ihr Projekt MafiaMetamorphosis: Autobiographies of Redemption den Starterpreis der Studienstiftung des Deutschen Volkes erhalten.
Das Projekt wurde 2024 im Gefängnis Rebibbia in Rom ins Leben gerufen und wird vom Verein Ottava Arte in Zusammenarbeit mit dem Institut für Romanistik getragen. Es begleitet inhaftierte Angehörige mafiöser Organisationen, die wegen internationaler organisierter Kriminalität verurteilt wurden, in einem Prozess der kreativen Auseinandersetzung mit ihrer Biographie. Schreiben wird dabei als Instrument persönlicher Transformation verstanden und eingesetzt. Die im Rahmen des Projekts entstandenen autobiographischen Texte wurden von unseren Studierenden übersetzt und im Rahmen von Seminaren diskutiert. Auf diese Weise entsteht ein internationaler Dialog zwischen Gefängniserfahrung und akademischer Reflexion, der Fragen von Identität, Verantwortung und gesellschaftlicher Reintegration in den Mittelpunkt rückt.
Das Institut für Romanistik gratuliert Angelica Di Giustili herzlich zu dieser Auszeichnung und wünscht ihr für die weitere Umsetzung des Projekts viel Erfolg!